Zur Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen ist ein ergonomischer Computer-Lernplatz wichtig. Hierzu gehören Möbel, Hardware und die Lernumgebung.
Der Computer nimmt als Lernstandort eine immer größere Bedeutung ein. Nicht erst in den letzten drei Jahren, in denen das Home Office und digitale Weiterbildungen stärker in den Fokus gerückt sind, waren prägend. Digitale Arbeitsmodelle und Konzepte der digitalen Aus- und Weiterbildung sind bereits seit Jahren auf dem Vormarsch. Damit ist auch der heimische Arbeitsplatz am Computer, Laptop oder Tablet zu einem zentralen Bestandteil des Alltags geworden.
Die zusätzliche Zeit, die Menschen an ihrem heimischen Arbeits- oder Lernplatz verbringen, hat es erforderlich gemacht, bei der Gestaltung etwas mehr aufs Detail zu schauen und vor allem ergonomische Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Auf dieser Vergleichswebsite können Sie sich einen Überblick über die unterschiedlichen Modelle und ihre besonderen ergonomischen Eigenschaften verschaffen.
Unternehmen nehmen das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz inzwischen meist sehr ernst und lassen sich vielfach sogar professionell beraten, wenn es um die gesundheitsfördernde Ausstattung für ihre Mitarbeiter geht. Im privaten Umfeld werden die gesundheitlichen Aspekte, die mit einer ergonomischen Gestaltung des Computerplatzes einhergehen, dagegen häufig immer noch unterschätzt.
Dabei kann sich eine ungesunde Haltung bei der Telearbeit langfristig nachteilig auf die körperliche und geistige Gesundheit auswirken und mindert nicht zuletzt auch die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Der Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen ist nicht auf eine vorwiegend statische Haltung und Tätigkeiten ausgelegt und kann damit in Abhängigkeit von der sonstigen Lebensweise empfindlich auf lange Arbeitszeiten am Computer reagieren. Zu den häufigsten gesundheitlichen Auswirkungen gehören
- Schulter- und Nackenschmerzen
- Verkürzung der Nackenmuskulatur
- Muskelabbau
- Rückenschmerzen
- Schwere und schmerzende Beine durch Venen- und Lymphstau
- Schmerzen in den Armen
- Überlastung des Ischias
- Bandscheibenvorfall
- Chronische Fehlhaltungen
- Verdauungsbeschwerden
- Störungen des Herz-Kreislauf-Systems
- Durchblutungsstörungen in den Extremitäten und im Gehirn
- Beeinträchtigung der Sehfähigkeit
- Konzentrationsstörungen
- Müdigkeit
- Beeinträchtigung der allgemeinen körperlichen Fitness und der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
Eine ergonomische Gestaltung des heimischen Computerarbeitsplatzes kann den meisten Beschwerden vorbeugen und eine gesunde Haltung unterstützen. Falls Sie viel Zeit am Computer, Laptop oder Tablet verbringen, sollten Sie Ihren Arbeitsplatz nach ergonomischen Gesichtspunkten kritisch prüfen und gegebenenfalls neugestalten.
Die folgenden Aspekte können Sie dabei unterstützen, sich ein gesundheitsförderndes Arbeits- und Lernumfeld zu schaffen.
Jeder Körper hat eigene Bedürfnisse und stellt damit auch andere Anforderungen an einen Computerarbeitsplatz. Tisch und Stuhl sollten deshalb auch im heimischen Umfeld höhenverstellbar sein. Ideal ist ein Computertisch, der sich nicht nur in einer sitzenden Position auf die Körpergröße anpassen lässt, sondern auch als Stehtisch genutzt werden kann. Ältere Modelle können häufig durch höhenverstellbare Aufsätze ergonomisch angepasst werden. Für den Laptop und das Tablet gibt es Halterungen, die eine individuelle Höhenanpassung ermöglichen.
Ein ergonomischer Stuhl lässt sich ebenfalls in der Höhe anpassen und verfügt über eine rückenschonende Lehne, die die Lendenwirbelsäule zusätzlich unterstützt. Die Sitzfläche sollte so ausgerichtet sein, dass das Becken mit den Knien einen Winkel von 90 bis 100 Grad bildet.
Moderne Computerhardware berücksichtig bereits ergonomische Gesichtspunkte. Eine ergonomisch geformte Maus und Tastatur können nicht nur die Handgelenke und Unterarme dauerhaft entlasten, sondern fördern auch insgesamt eine gesunde Armhaltung und belasten damit den Schulter-Nackenbereich weniger. Übrigens: Mit ein paar praktischen Tastenkombinationen kann der Tipp-Aufwand auf der Tastatur deutlich verringert werden.
Auch die Atmosphäre im Raum kann sich wesentlich auf ein ergonomisches Arbeitsumfeld auswirken. Dabei sind vor allem die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit wichtig. Ein ideales Arbeitsklima kann in Abhängigkeit von individuellen Bedürfnissen bei einer Raumtemperatur von 18 bis maximal 24 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent entstehen. Moderne Temperaturregler und Luftbefeuchter unterstützen Sie dabei, ein gesundes Raumklima zu schaffen.