Social Media verbindet man eigentlich vielmehr mit Freizeit und Freunden, als mit Fortbildung und Arbeit. Doch die Netzwerke bieten Möglichkeiten, die ein Video-Tutorial nicht erfüllen kann. So ziemlich jeder in Deutschland besitzt einen Facebook Account. Sich hier zu vernetzen, stellt kein Problem dar – auch für den Online-Austausch von Fachthemen nicht. Viele Studenten nutzen Facebook als Kommunikationsmittel, um sich über die einzelne Kurse und Problemstellungen auszutauschen. Was früher zur universitären Atmosphäre gehörte, ist auf Facebook abgewandert.
Das gilt auch für berufsbezogenes Lernen. Wird ein Abendkurs durch eine zugehörige Facebook-Gruppe unterstützt ist das nur von Vorteil. Vor allem da dort auch kurzfristige Informationen gepostet werden können, wie z.B. Kurs fällt aus oder den Link zum Lernmaterial im Netz. Und hat man spontan eine Frage zur Prüfung, dann stört es auch nicht, sie um 23:00 Uhr abends in der Community zu stellen. Auch Dokumente lassen sich gemeinsam erarbeiten oder Umfragen erstellen.
Social Media – auch Google + und Twitter – eignen sich also in erster Linie dazu, um bereits bestehende Lerngruppen im Informationsaustausch zu unterstützen. Weniger geeignet sind sie als reine Lernplattform. Dafür gibt es E-Learning Kurse, die von zahlreichen Instituten angeboten werden.
Im Gegensatz zu Videos und Social Media ist der klassische Kurs orts- und zeitgebunden. Vielen Arbeitnehmern erscheint es heutzutage lästig, denn dieser Abend in der Woche wird dadurch festgelegt.
Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil aussieht, entpuppt sich auf den zweiten als großer Vorteil. Schließlich ist es die Lernzeit, die jetzt fest in der Woche integriert ist und das regelmäßig über einen längeren Zeitraum. Die Lernmethode „Kurs“ eignet sich vor allem für den Lerntyp, der einen kleinen Schubs braucht, um anzufangen. Die Gruppe selbst motiviert und möchte man ein bestimmtes Lernziel erreichen, arbeitet man hier sehr effektiv.
Ein weiterer Vorteil ist die strukturierte Vorgehensweise. Während YouTube Videos und auch Social Media immer ein Stück weit nach dem Chaos-Prinzip funktionieren, werden die Inhalte im Kurs schrittweise abgehandelt. Der Kursleiter bereitet die Unterlagen in aller Regel so vor, dass der Lernfortschritt von mal zu mal gesteigert wird und sich die gewünschten Fähigkeiten entwickeln können.
Besonders bei Unterrichtsinhalten, die viel Anschauungsmaterial benötigen oder auch sehr praktisch ausgelegt sind, wie zum Beispiel Computerkursen, ist das direkte Feedback des Kursleiters hilfreich. Er kann bei Problemen eingreifen und direkt am Bildschirm erklären, wo der Fehler in der Übung gemacht wurde.
Möchte man sich also auf moderne Weise und zugleich effektiv fortbilden, dann empfiehlt es sich die verschiedenen Lernmethoden zu kombinieren. Der klassische Kurs liefert die Grundlagen zum Thema und intensiviert das Wissen mit jeder abgehaltenen Stunde. YouTube Videos erläutern entweder nachträglich nochmal Lerninhalte, die nicht verstanden wurden oder dienen zur Vorbereitung auf die nächste Stunde. Und sie können so gut zwischendrin in der U-Bahn oder Mittagspause angesehen werden. Für das Gruppengefühl im Kurs ist die Facebook Gruppe verantwortlich. Hier stützt man sich gegenseitig mit Fragen und Antworten. Auf diese Weise eignen Sie sich das nötige Wissen für Ihre Arbeit schnell und effizient an.